Das Gartenjahr


FRÜHLING

März

Im März ist es Zeit, Rosen, Obstbäume und sommerblühende Ziergewächse zu schneiden.

Bei Rosen sind die Triebe auf 4-5 Augen zu verkürzen, abgestorbene und nach Innen wachsende Zweige müssen entfernt werden.

Bei Obstbäumen sollten kranke, verletzte Äste und sich reibende, senkrechte Triebe so abgeschnitten werden, dass eine saubere, nicht ausgefranste Schnittwunde entsteht. Benutzen Sie deshalb möglichst scharfes Werkzeug.
Bei größeren Ästen können Sie einen Entlastungsschnitt durchführen: Trennen Sie den Ast 20-30 cm vor der endgültigen Schnittführung ab. Entfernen Sie danach den Rest vom Ansatz.
Die Baumkrone muss nach dem Schnitt locker, stabil und lichtdurchlässig sein. Achten Sie auch auf ein ausgeglichenes Verhältnis von tragendem und nachwachsendem Holz.

Bei sommerblühenden Ziersträuchern (z.B. Falscher Jasmin, Sommerflieder, Weigelie) wird das mehrjährige Holz geschnitten, weil die Gewächse nur am einjährigen Holz blühen. Dieses wird sich bis zum Sommer bilden.

April

Im April sollten Sie die abgeblühten Ziersträucher (z.B. Mandelstrauch, Forsythie, Zierjohannisbeere) zurückschneiden. Bis zum nächsten Frühjahr bildet sich das zweijährige Holz, an dem die Pflanzen blühen werden.

Schneiden Sie auch Ihre immergrünen Laubgewächse (Feuerdorn, Ilex, Buchsbaum).

Wenn Sie immergrüne Hecken pflanzen möchten (Thuja, Zypresse), sollten Sie dies ebenfalls im April tun.

Während der nun folgenden Wachstumsphase sind Nährstoffe besonders wichtig. Geben Sie Ihren Gartengehölzen daher einen organisch-mineralischen Volldünger.

Mai

Im Mai werden Kletterpflanzen, die verblüht sind, zurückgeschnitten und an die Rankhilfen angebunden.

Auch Laubhecken wie Liguster und Hainbuche brauchen jetzt ihren ersten Rückschnitt. Achten Sie dabei bitte auf brütende Vögel, deren Gelege nicht von Ihren Arbeiten berührt werden sollte.

Außerdem können Sie im Mai noch Gehölze pflanzen, wenn Sie auf Containerpflanzen zurückgreifen. Gießen Sie diese gründlich an und mulchen Sie die Pflanzscheibe mit Rindenmulch oder Komposterde.

 

SOMMER

Juni

Im Juni können Sie Ihre Nadelholzhecke schneiden.

Vor allem frisch gepflanzte Gewächse sollten je nach Witterung regelmäßig gegossen werden.

Entfernen Sie eingetrocknete Triebe und kontrollieren Sie die Baumbindungen nach Festigkeit und Scheuerstellen.

Juli

Im Juli können Sie die kommende Rosenblüte intensivieren, indem Sie von jedem Blütenbüschel jeweils die mittlere Knospe entfernen.
Verblühte Rosen sollten mit einem 10-15 cm langen Stängel abgeschnitten werden.

Wenn Sie Unkrautwuchs und Austrocknen des Bodens verhindern möchten, kann Grasmulch unters Gehölz ausgebreitet werden.

August

Im August müssen die verblühten Rosen regelmäßig ausgeputzt werden. Düngen Sie sie außerdem mit Kaliumsulfat oder Rosenspezialdünger (35g/qm).

 

HERBST

September

Im September können Sie mit der Pflanzung von immergrünen Laub- und Nadelgehölzen (Liguster, Buchsbaum, Ilex) beginnen. Der Boden sollte vorher aufbereitet werden. Geben Sie einfach Komposterde zur Pflanzerde. Und nach dem Pflanzen ist aufgrund des hohen Wasserbedarfs gründliches Gießen besonders wichtig.

Oktober

Im Oktober sollten Sie eine Liste für die Herbstpflanzung aufstellen, die noch vor dem ersten Frost erfolgen sollte.
Der Boden muss gründlich vorbereitet werden, damit die Pflanzen besser anwachsen können.

November

Im November und Dezember gilt es, den Garten winterfest zu machen. Schützen Sie Ihre Pflanzen vor niedrigen Temperaturen.
Laubgewächse vertrocknen oft, wenn die Sonneneinstrahlung die Verdunstung anregt, das Wasser im Boden aber gefroren ist. Um diesen Effekt zu verhindern, können Sie die Pflanzen mit Schattiermatten oder Sackleinen beschatten.
Empfindliche Rosensorten können durch eine Strohauflage geschützt werden.
Prüfen Sie außerdem noch einmal alle Baumbefestigungen, bevor der erste Schnee fällt.


WINTER

Dezember

Bei günstiger Witterung können im Januar und Februar Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen gesetzt werden. Dabei muss die Pflanzgrube doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Kürzen Sie verletzte Wurzeln ein. Von den Trieben sollte über einem nach Außen weisenden Auge ca. ein Drittel abgeschnitten werden.
Mischen Sie außerdem unter die ausgehobene Erde etwas Kompost- oder Pflanzerde und 50-100 g organisch-mineralischen Volldünger. Die Wurzeln dürfen nach dem Einsetzen nur bis zur bisherigen Pflanztiefe mit Erde bedeckt sein. Zum Schluss muss die neue Pflanze gut angegossen werden.

Bei Rosen muss die Veredelungsstelle ca. 5 cm mit Erde bedeckt sein, bei Obstbäumen bleibt sie 5-10 cm über dem Erdreich.

Ganz wichtig ist der Gießrand und eine Verankerung für größere Pflanzen.